Malz-Lexikon
Quellen für Malz-Lexikon: L. Narziß, W. Kunze, S. Pensel, K. Lense, Wikipedia,
Abschnitte der Malzbereitung:
Die Malzbereitung lässt sich in folgende sechs Abschnitte unterteilen:
- Die Annahme, das Vorreinigen, das eventuell notwendige Trocknen und Lagern der Gerste
- Das Putzen und Sortieren der Gerste
- Das Weichen
- Das Keimen
- Das Darren des Grünmalzes
- Das Entkeimen und Lagern des Darrmalzes
Amylasen: 
Amylasen sind Enzyme, die Stärke abbauen. Es wird unterschieden zwischen der
α-Amylase und der β-Amylase. Bei der Malzstärke wird unterschieden
zwischen Amylose und Amylopektin. Die α-Amylase greift die Amylose von
"innen" heraus an ( Endo - Enzym ). Durch die Einwirkung der α-Amylase
auf die Amylose entstehen zunächst Oligosaccharide, nach längerer
Einwirkungszeit auch Maltotriose, Maltose und Glucose. Die α-Amylase greift
das Amylopektin zwischen den Verzweigungsstellen an. Die β - Amylase baut die
Amylose von "außen" heraus ( Exo - Enzym ) ab; es entstehen
Maltoseeinheiten. Die β - Amylase greift das Amylopektin ebenfalls von
"außen" heraus an.
Amylopektin: 
Haupteil der Gersten- und Malzstärke. Das Amylopektin besteht aus verzweigten
Ketten von Glucoseresten.
Amlyose: 
Teil der Gersten- und Malzstärke. Amylose stellen lange unverzweigte Ketten
aus Glucoseresten dar.
Ankeimfeuchte: 
Weichgrad, bei dem Braugerste am gleichmäßigsten ankeimt. Liegt in der
Regel bei 38 %.
Ausbeute: 
Bei der Vermälzung von Gerteide finden Volumen- und Gewichtsänderungen
statt. Das Hauptinteresse bei der Ermittlung der Ausbeute dient der Ermittlung
des Malzschwandes. Es wird die Gewichtsmenge an Malz ermittelt, die aus 100
Gewichtseinheiten Malzgerste gewonnen werden. Die Rechnung kann man ohne
Berücksichtigung der unterschiedlichen Wassergehalte von Gerste und Malz
machen ("lufttrocken") oder mit Berücksichtigung der unterschiedlichen
Wassergehalte ("wasserfrei")
Ausbleiber: 
Keimgeschädigte Gerstenkörner, bei denen der Wurzelkeim sich
überhaupt nicht bildet. Ausbleiber durchlaufen als Rohfrucht die Mälzerei.
A-Weizen: 
Bei Weichweizen werden in Deutschland verschiedene Qualitätsstufen
unterschieden. Die Unterscheidung erfolgt in Abhängigkeit von der
Volumenausbeute im Rapid-Mix-Test (RMT, ein standardisierter Backversuch), dem
Proteingehalt, der Fallzahl und anderen Qualitätsmerkmalen des Weizens. Die
Einteilung des deutschen Bundessortenamtes umfasst die Stufen.
- E-Weizen (Eliteweizen)
- A-Weizen (Qualitätsweizen, auch Aufmischweizen genannt)
- B-Weizen (Brotweizen)
- C-Weizen (sonstiger Weizen)
In der Mäzerei werden in der Regel überwiegend B-Weizensorten zur
Herstellung von Weizenmalz verwendet.