Energie

Wir bewegen uns von einer Zeit der billigen und reichlich verfügbaren Energie in eine Zukunft der knappen, schwer zu gewinnenden, teuren Energie. Gleichzeit machen wir uns abhängig von extrem instabilen Regierungen in ungemütlichen Gegenden der Welt. Neben vielen anderen Branchen zählt die Malzindustrie zu den energieintensiven Wirtschaftsbetrieben. Vor dem Hintergrund in naher Zukunft steigender Preise ist die Suche nach erneuerbaren, umweltschonenden und billigen Energieträger das Gebot der Stunde. Gleichzeitig werden alle Maßnahmen zur Energieeinsparung wichtiger.

Kling Malz HX-Diagramm

Die Verdampfungsenthalpie des Wassers beträgt bei 25 °C 2.546,5 kJ/kg (0,707 kWh/kg Wasser).

Geht man weiterhin davon aus, dass für eine Tonne Fertigmalz 750 kg Wasser (45 % GM Feuchte (wet basis)) zu verdampfen sind, so ergeben sich Wärmemengen von 530 kWh/to Fertigmalz (bzw. 45.580 kcal/dt) an Wärmeenergie.

Da der Trocknungsprozess vor allen Dingen in den letzten Phasen der Trocknung (Hygroskopie) nicht ideal verläuft, sind dies Wärmeverbräuche, die von jeder Konvektionstrocknung überschritten werden.

Die Trocknung mit Luft ergibt für obige Verdunstungstemperatur nach Wärmerückgewinnung schon einen Wärmeverbrauch von 603 kWh/to Fertigmalz (bzw. 51.858 kcal/dt).
(Siehe Mollier h,x - Diagramm)

Kling Malz   Kling Malz

Seit Dezember 2007 sind bei Kling-Malz in Schriesheim mit Pflanzenöl betriebene Blockheizkraftwerke zur Grundlastwärmeversorgung im Betrieb. In nennenswertem Umfang wird aus erneuerbaren Energiequellen geheizt.